Wie sollte man einen E-Scooter versichern?
Wer einen E-Scooter in Deutschland besitzt und im Straßenverkehr nutzt, muss eine Haftpflichtversicherung abschließen – das ist gesetzlich vorgeschrieben und wird durch eine sichtbare Versicherungsplakette am Roller nachgewiesen. Diese Haftpflicht schützt bei Schäden, die Dritten zugefügt werden, etwa bei Unfällen mit Personen- oder Sachschäden. Ohne diesen Schutz drohen hohe Strafen und im Extremfall sogar Freiheitsstrafen.
Arten von Versicherungsschutz
Neben der Pflicht-Haftpflichtversicherung gibt es optionale Zusatz Versicherungen:
- Teilkasko: Übernimmt Schäden durch Diebstahl, Elementarereignisse (z.B. Sturm, Überschwemmung), Brand oder Vandalismus. Sinnvoll vor allem bei hochwertigen E-Scootern.
- Vollkasko: Deckt zusätzlich selbstverschuldete Unfälle und sämtliche Schäden am eigenen Fahrzeug ab. Die meisten Versicherer bieten Vollkasko ausschließlich mit Selbstbeteiligung an.
- Unfallversicherung: Schützt den Fahrer bei Personenschäden und übernimmt zum Beispiel Kosten für medizinische Versorgung.
Worauf sollte man achten?
- Deckungssumme: Experten empfehlen mindestens 5 Millionen Euro, viele Anbieter offerieren sogar 100 Millionen Euro bei Personenschäden.
- Leistungsumfang: Prüft die Bedingungen genau; einige Tarife schließen z.B. Akkuschäden oder bestimmte Diebstahlszenarien aus.
- Preis: Haftpflicht kostet zwischen 20 und 50 Euro pro Jahr, Teilkasko ergänzt diesen Grundschutz ab etwa 60-100 Euro jährlich. Fahreralter und gewünschte Zusatzleistungen beeinflussen die Kosten.
- Service und Schadenabwicklung: Eine schnelle und unkomplizierte Anspruchsabwicklung ist im Ernstfall wichtig.
Praktische Hinweise
Nach dem Abschluss einer Versicherung erhält der E-Scooter-Besitzer die farbige Plakette (2025: Grün), die erneuert werden muss – sie ist immer nur ein Jahr gültig. Ohne Plakette oder gültige Versicherung ist die Teilnahme am Straßenverkehr verboten.
Zusammengefasst: Jeder E-Scooter im öffentlichen Raum muss zumindest haftpflichtversichert sein, zusätzliche Kasko-Optionen bieten einen erweiterten Schutz vor finanziellen Risiken.
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